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Onlinemagazin für Film und Filmmusik

Kritiken

Terminator: Salvation (Danny Elfman)

Reprise / 2009

CD

Bewertung:


    01. Opening (06:01)
    02. All Is Lost (02:45)
    03. Broadcast (03:19)
    04. The Harvester Returns (02:45)
    05. Fireside (01:30)
    06. No Plan (01:43)
    07. Reveal / The Escape (07:44)
    08. Hydrobot Attack (01:49)
    09. Farewell (01:40)
    10. Marcus Enters Skynet (03:22)
    11. A Solution (01:44)
    12. Serena (02:27)
    13. Final Confrontation (04:14)
    14. Salvation (03:05)
    15. Rooster -- Alice In Chains (06:16)

    TT: 50 min

Aus Ermangelung an kreativer Risikobereitschaft in Hollywood, dafür aber an deutlich höherer finanzieller wird dem Kinozuschauer auch diesen Sommer wieder eine Fortsetzung nach der anderen vorgesetzt – oder Spinoffs wie „X-Men Origins: Wolverine“.
Trotz anderweitiger Verpflichtung von Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger als kalifornischer Gouverneur hat man deswegen jetzt die „Terminator“-Serie wieder aus dem Hut gezaubert – mit keiner uninteressanten Prämisse: in „Terminator: Salvation“ soll es zum ersten Mal um den in den ersten drei Filmen immer nur angedeuteten Krieg in der Zukunft zwischen Mensch und Maschine gehen, mit John Connor als Anführer der Widerstandsbewegung. Da Connor hier erstmals erwachsen ist, musste man schon wieder einen neuen Darsteller für ihn suchen – bereits den dritten. Diesmal bekam Christian Bale den Part.

Für die Musik wurde erneut ein neuer Komponist ausgewählt. Nach Brad Fiedel für die ersten beiden Filme und Marco Beltrami für den dritten bekam Danny Elfman den Zuschlag. Elfman lieferte für den Film einen Score ab, der auf seinen in „Planet of the Apes“ erprobten Stilmitteln basiert. Das bedeutet, es gibt viel Elektronik und Percussions in den Actionmomenten zu hören, die für eine entsprechend druckvoll-aggressive Soundkulisse sorgen. Leider fehlt den Kompositionen für „Terminator: Salvation“ dabei aber der Feinschliff auf der Detailebene, die die Musik zu „Planet of the Apes“ so besonders machte. Bei dem Tim Burton-Film benutzte Elfman seine rhythmischen Phrasen als eigenständige Motive um die vermeintliche „Wildheit“ der zivilisierten Primaten zu kommentieren, hier ist das ganze nur „Pulsgeber“ für verschieden gut gelungene Actioncues. Besonders herausragend zum Beispiel „Hydrobot Attacks“, der in seiner kurzen Spielzeit eine sehr unregelmäßige Streicherfigur in ein großes Crescendo mit metallischen und elektronisch verfremdeten Percussions münden lässt. Im Vergleich mit dem Score von Marco Beltrami zum dritten Score Film wirken dann aber auch die besten Momente relativ konventionell und einfallslos.

Auf der thematischen Seite bietet Danny Elfman eine relativ unscheinbare Melodie für Streicher und Blechbläser an, die allerdings recht clever als Hommage an Brad Fiedels Thema funktioniert und verschiedene Elemente daraus aufgreift und zu etwas Neuem rekombiniert. Die auffälligste Variation des thematischen Materials findet sich im Cue „Fireside“, wo eine Sologitarre das Thema intoniert – in diesen Momenten klingt der Score mehr nach Gustavo Santaolalla als nach Danny Elfman.

Fazit: Danny Elfman liefert eine handwerklich solide Musik ab, der es aber sowohl an einem guten Thema als auch an wirklich kreativen Einfällen (wie sie zum Beispiel Marco Beltrami noch für den Vorgänger hatte) mangelt. Somit verbleibt letzen Endes nur ein durchschnittlicher Eindruck.

Jan Boltze / 16.06.09

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