[ Sie sind zur Zeit nicht eingeloggt. ] [ Registrieren oder Einloggen im Kontrollzentrum ]

Onlinemagazin für Film und Filmmusik

Kritiken

Big Fish (Danny Elfman)

Sony / 2004

CD

Bewertung:


    01. Man Of The Hour -- Pearl Jam (3:45)
    02. Dinah -- Bing Crosby (2:17)
    03. Everyday -- Buddy Holly (2:09)
    04. All Shook Up -- Elvis Presley (1:58)
    05. Five O’ Clock World -- The Vogues (2:10)
    06. Ramblin’ Man -- The Allman Brothers (4:57)
    07. Let’s Work Together -- Canned Heat (3:14)
    08. Pictures (0:46)
    09. Big Fish (Titles) (4:32)
    10. Shoe Stealing (0:56)
    11. Underwater (1:52)
    12. Sandra’s Theme (2:26)
    13. The Growing Montage (2:41)
    14. Leaving Spectre (1:59)
    15. Return To Spectre (2:13)
    16. Rebuilding (1:19)
    17. The Journey Home (2:10)
    18. In The Tub (1:21)
    19. Sandra’s Farewell (1:16)
    20. Finale (11:10)
    21. End Titles (2:38)
    22. Jenny’s Theme (1:46)
    23. Twice The Love (Siamese Twins’ Song) -- Bobbi Page and Candice Rumph (1:48)

    TT: 61 Min

Nach dem eher durchwachsen geratenen „Planet of the Apes“- Remake kehrte Tim Burton 2004 zu seiner Spezialität zurück: „Big Fish“ ist ein fantastisches Märchen, in dem Ed Bloom (Albert Finney) seinem Sohn William Bloom (Billy Crudup) die teilweise groteske Geschichte seines Lebens erzählt. In Amerika startete der Film in der „Holiday Season“ also in der Zeit vor Weihnachten und lief dort mit akzeptablem Einspielergebnis, am 8. April 2004 dann in Deutschland.

Nach einigen eher action-orientierten Scores für andere Regisseure (und auch für Burtons „Planet Of The Apes“-Remake) hatte Elfman nun wieder die Gelegenheit eines dieser charmanten und eigenwilligen Märchen im Stile von „Edward Scissorhands“ zu vertonen, die die Spezialität von Tim Burton zu sein scheinen. Den musikalischen Stil von „Edward Scissorhands“ hat Elfman allerdings nach einer Periode der konstanten Weiterentwicklung ziemlich hinter sich gelassen- seine neueren Arbeiten sind, obwohl oftmals auch gut anhörbar, doch schwerer zu konsumieren, da die thematische Arbeit meistens etwas versteckter ist. Nur in ein paar Tracks klingen ein paar Momente des früher typischen Elfmans inklusive raunender Chöre an (z.B. im Track „Underwater“).

Überraschenderweise lässt sich die Musik auch mit Elfmans Musik zu „A Simple Plan“ vergleichen, obwohl Film und Musik ungleich düsterer sind als „Big Fish.“ Aber im Gebrauch von folkloristischen Instrumenten (Fiedel, Gitarren und ähnliches) entsteht der Eindruck einer optimistischen Variante des „einfachen Plans“. Dies wird auch durch den sehr warmen Streicherklang- etwas, was man auch schon länger nicht mehr bei Elfman gehört hat- erreicht. Die Musik ist meistens sehr subtil gehalten, nur gelegentlich („The Growing Montage“, „Finale“) wird die Musik dramatischer- in diesen Momenten ist das klangschöne Hauptthema auch deutlicher wahrzunehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Big Fish“ nicht viele neue Ideen bietet, aber trotzdem Spaß macht. Handwerklich ist der Score gelungen, vor allem, wenn man erst einmal die Themen herausgehört hat, zeigen sich einige Stärken der Musik, die man vorher nicht erwartet hätte.

Neben 40 Minuten Score finden sich auf der CD auch 8 Songs. Einer davon stammt von Elfman selbst, ein Swing-Song für die siamesischen Zwillinge des Films mit dem frechen Refrain „I’ve got twice the love to give“ (Text vom Drehbuchautor John August). Die weiteren Songs sind von sehr unterschiedlicher Qualität- besonders hervorzuheben ist hier „Man Of The Hour“ von Pearl Jam, eine sehr schöne Popballade; bei allen anderen Songs handelt es sich um eine Zusammenstellung von Oldies, die auch allesamt schon anderweitig veröffentlicht worden sind. Für Leute, die mit den Scores oder mit den Songs nichts anfangen können, hat Sony Classical sehr entgegenkommend gehandelt, beide Teile sind strikt voneinander getrennt.

Fazit: „Big Fish“ ist eine klangschöne Märchenmusik, die keine großen Neuerungen in Elfmans Karriere zeigt, die aber dank des gekonnten Handwerks immer noch zu überzeugen weiß.

Jan Boltze / 22.02.08

Nutzer-Kommentare anzeigen

Zu diesem Beitrag existiert aktuell 1 Nutzer-Kommentar. Letzter Kommentar: 15.07.08.

» Alle Kommentare anzeigen

Nutzer-Kommentar hinzufügen

Um Nutzer-Kommentare zu erstellen, müssen Sie eingeloggt sein. Klicken sie auf Kontrollzentrum, um sich einzuloggen oder einen Account zu erstellen.