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Interviews

Interview mit Anna Bonn, John Morgan und William Stromberg (Tribute Film Classics)

Bild von Interview mit Anna Bonn, John Morgan und William Stromberg (Tribute Film Classics)

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[Jan Titel] Guten Tag Anna, John und Bill. Vielen Dank für dieses Interview. Beginnen wir mit dem aktuellsten: Sie sind gerade von Recording Sessions aus Moskau zurückgekehrt. Können Sie uns etwas über die Auswahl der Scores und zum Ablauf der Sessions erzählen?

[John Morgan] Ich war sehr glücklich darüber, das wir uns für Steiners “The Charge Of The Light Brigade” und Erich Wolfgang Korngolds “The Prince and The Pauper” entschieden hatten. Den zweiten Score haben Bill und ich uns 1995 für BMG schon einmal vorgenommen, wir haben ungefähr die Hälfte der Musik für eine Film Reihe aufgenommen, die in Amerika niemals erschienen. Es ist einer von Kornolds absoluten Top-Musiken und wir hatten das Gefühl, dass eine komplette Aufnahme eine Offenbarung für Filmmusik-Fans ebenso wie für Klassik-Liebhaber sein könnte. Es ist eine wunderbar charmante, lebhafte und enorm reizvolle Partitur.
“The Charge Of The Light Brigade” ist einer der besten Scores aller Zeiten. Auch dafür hatten wir schon mal eine ausführliche Suite für Marco Polo gemacht, das war 1994. Ich war aber nicht zufrieden mit den Ergebnissen damals. Ungefähr ein Drittel der Musik ist verloren gegangen, so musste ich vieles rekonstruieren und neu orchestrieren, das komplette Finale und viele andere wichtige Cues. Ich habe alles noch mal neu überdacht bei der aktuellen Einspielung und außerdem konnten wir ihn jetzt komplett aufnehmen. Es hat aber durchaus einige Stunden mit dem Orchester gedauert, bis wir den Sound und die Spielweise erreicht hatten, die wir wollten. Das Ganze wird unser erstes Doppel-CD-Set bei Tribute Film Classics sein, da die Musik zu lang für eine CD ist.
Beide Scores werden mit den originalen Trailermusiken erscheinen, damals hatten bei Warner Bros. Filme immer einen eigenen, kleinen Score speziell für die Trailer. Beide Musiken sind aber großartige Musiken, die man einfach in einer modernen Aufnahme hören muss, um die Details in den Partituren zur Geltung zu bringen. Dafür dass beide Filme schon siebzig Jahre als sind, ist es absolut erstaunlich, welche Menge an Details und Ausschmückungen die Komponisten hervorgebracht haben.

[Anna Bonn] Die Aufnahmen zu “The Charge Of The Light Brigade” werden ein Abenteuer und eine Herausforderung werden, das wussten wir bereits vorher. Von allen Sessions, die wir in Moskau abgehalten haben, war dies eindeutig die schwierigste. Die Musik war einfach sehr kompliziert zu spielen und die Spieler haben das uns fühlen lassen. John und ich waren sehr stolz, dass Bill die finalen Schlachtszenen mit dem Orchester im richtigen Tempo aufnehmen konnte und die Cues für die CD zu sichern. Das war wie ein Workout für die Musiker und sie haben alles gegeben. Daneben haben wir noch den Trailer zu “Arsenic and Old Lace” eingespielt, der als Bonus mit auf der “Charge...” Disc zu finden sein wird. Wir hoffen, dass wir dazu den kompletten Score noch Ende dieses Jahres aufnehmen können.
“The Prince and The Pauper” war auch eine gewisse Herausforderung, denn Korngolds Musik ist immer auch etwas kompliziert. Das Orchester konnte aber den Score mit Würde und Enthusiasmus spielen, wir hatten die Ehre bei den letzten Sessions mit ein paar sehr talentierten Musikern zu arbeiten.

Das ist bereits die dritte Doppelsession in relativ kurzer Zeit. Wollen Sie in diesem Tempo weitermachen?

[JM] Es hat dieses Mal einfach gut hingehauen mit unserer Zeitplanung und der Abrufbarkeit des Orchesters. Wir hatten Musik schon fertig am Start, aber ich bezweifle, dass wir mit dem Rhythmus von zwei Alben alle paar Monate weiterarbeiten können. Bei unserem nächsten Projekt zum Beispiel muss einer der Scores von Grund auf rekonstruiert werden, das braucht Zeit.

[AB] Unser Ziel ist es, im Durchschnitt ungefähr vier Alben im Jahr zu veröffentlichen. Da wir ja ein ziemlich neues Label sind, haben wir einen energischen Start gemacht, um unsere Alben zu veröffentlichen und uns einen Namen zu machen.

Die ersten Aufnahmen für TFC enthielten viel Herrmann. Was erwartet uns in der Zukunft? Mehr Herrmann oder mehr von eher obskuren Salter/Skinner-Scores, die Sie für Marco Polo gemacht haben?

[JM] Meine Hoffnung ist es, auch ein paar obskure Scores neben “sicheren Verkäufen” in unser Programm aufzunehmen. Unser einziges Kriterium ist, dass die Musik gut ist und abseits vom Film funktionieren muss. Natürlich müssen wir auch Geld genug machen, damit für für all diese Dinge bezahlen können. So wird es denke ich eine Balance zwischen verschiedenen Richtungen geben. Und natürlich, mehr Herrmann und auch mehr von anderen Komponisten aus dem Golden Age.

[AB] Wir werden ein weiteres Herrmann-Album noch dieses Jahr im späten Frühjahr oder Frühsommer veröffentlichen, dort werden die kompletten Scores zu “The Kentuckian” und “Williamsburg: The Story Of A Patriot” enthalten sein. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt wird der komplette Scores von Max Steiners “She” rauskommen.

Versuchen Sie, Musiken zu finden, die bisher in keiner Weise erhältlich sind oder spielt die Tatsache, dass bereits Originalaufnahmen veröffentlicht sind, keine Rolle bei der Repertoireauswahl?

[JM] Nun, ein großartiger Score, der in guter Soundqualität nicht erhältlich ist, oder auch überhaupt nicht in irgendeiner Form existiert, ist ein guter Startpunkt. Viele Scores, die wir aufnehmen, haben bereits eine Veröffentlichung als Suite oder originale Tracks, aber einen wertvollen Score in voller Länge aufzunehmen ist immer seine Sache wert, finden wir.

[AB] Wir bekommen auch unser Forschungsmaterial für die Rekonstruktion der Scores direkt von den Studios, von Bibliotheken oder privaten Sammlungen. Das hat durchaus einen großen Einfluss darauf, was wir aufnehmen werden. Wann immer es möglich ist, wird Bill Kopien der originalen Partituren dirigieren und die Orchestermitglieder werden ihre originalen Parts spielen. Ist das nicht möglich, sind wir mit einer Menge detektivischer Arbeit gefragt, um eine Neuaufnahme für eine Musik möglich zu machen.

Werden Sie den Fokus auf den Scores des Golden Age aufrechterhalten oder auch etwas zum Beispiel aus dem Silver Age aufnehmen?

[JM] Mit Marco Polo haben wir damals ein Malcom Arnold Album mit “David Copperfield” gemacht, das fällt denke ich durchaus ins Silver Age. Ich würde mich da nicht auf eine Regel festlegen, es gibt zum Beispiel eine Menge Goldsmith-Musik, die ich unheimlich gern aufnehmen würde. Oder auch noch neuere Scores, die einfach kein Glück mit ihren Aufnahmen oder Neuaufnahmen hatten. Persönlich komme ich immer wieder zum Golden Age zurück, weil Neuaufnahmen dort immer wieder die musikalische Komplexität in einer Weise herausstellen, wie es die alten Mono-Bänder nicht können.

[AB] Zusätzlich zu Goldsmith würden wir uns auch über die Möglichkeit freuen, ein paar alte John Williams Scores aufzunehmen.

Tribute Film Classics ist bereits das dritte Filmmusiklabel nach Marco Polo und Naxos FMC für Ihre Aufnahmen. Warum sind die alten Reihen zu Ende gegangen und was wollen Sie mit TFC anders machen?

[JM] Für Marco Polo und Naxos haben wir wirklich fast für einen Hungerlohn gearbeitet und haben nach den eigentlichen Aufnahmen nie irgendwelche Zahlungen oder Boni gesehen. Außerdem hatte Naxos unsere Veröffentlichungs-Rate gestutzt. Ursprünglich haben wir dort vier Alben pro Jahr gemacht, am Ende waren es kaum noch zwei. Obwohl wir bei Naxos künstlerisch ziemlich freie Hand hatten, ist es mit unserem eigenen Label so, dass wir nur vor uns selbst rechtfertigen müssen. Wir sind die Eigentümer der Aufnahmen, wir können Lizenzen vergeben und letztendlich als Download freigeben. Wir können auch das wirklich verwenden, was wir eingenommen haben.

[William Stromberg] Nun, eigentlich war es gar nicht unsere Idee, Naxos zu verlassen. Ich wollte die Reihe bei Naxos weiterlaufen lassen, neben unserem eigenen Label. Wir wollten eigentlich nur mehr Scores aufnehmen, als Naxos von uns wollte und so haben wir unsere eigene Firma aufgemacht. Es schien uns der beste Weg, doch Naxos hat dort einen Interessenkonflikt gesehen und uns Auf Wiedersehen gesagt. Eigentlich haben sie zu mir persönlich nie Auf Wiedersehen gesagt, sie haben es mir durch John ausrichten lassen. Aber jetzt bin ich glücklich, dass wir das hinter uns gelassen haben, weil wir uns nun auf unsere eigene Firma konzentrieren können, die schon auf dem Erfolgsweg ist.

Haben Sie auch vor, Originalaufnahmen zu veröffentlichen oder Neuaufnahmen von einem anderen Team in das Programm zu integrieren?

[JM] Was Originalaufnahmen angeht, würde ich niemals nie sagen, aber solange ich lebe, wird es kein anderen “Team” geben.

[WS] Wir werden vielleicht etwas von unserer eigenen Musik veröffentlichen. Ich würde auch gerne etwas von Arbeiten von ein paar Freunden veröffentlichen. Lennie Moores Game Score für das Spiel “Outcast”, den ich dirigiert habe, wäre so ein Kandidat. Es liegt ziemlich was in der Luft im Moment, aber wir sind gerade mit den klassischen Filmscores sehr beschäftigt. Über ein anderes Team habe ich auch noch nie nachgedacht, bis jetzt können wir alles gut alleine schaffen.

Naxos war ein guter weltweiter Vertriebspartner. Haben Sie sich bewusst für die eher kleine Filmmusikgemeinde als Zielgruppe für TFC entschieden?

[JM] Normale CD-Geschäfte verschwinden schneller als die einbeinige Ameise, also haben wir eine Art Partnerschaft mit Screen Archives aufgebaut. Sie sorgen dafür, dass unsere CDs bei Amazon und einigen Geschäften zu haben sind. Wir hoffen natürlich, dass wir auch wieder zu der klassischen Klientel Zugang finden wie bei Naxos, aber das wird jetzt schwerer. Natürlich würden wir uns über die größtmögliche Aufmerksamkeit für unsere CDs freuen.

[AB] Der Start eines eigenen Labels war eine völlig neue Erfahrung für John, Bill und mich. Wir wussten, dass wir nur über die Gründung von TFC die völlige kreative Freiheit haben würden. Wir sind sehr glücklich über unsere Partnerschaft mit Screen Archives Entertainment. Für das Filmmusikgenre ist SAE der größte Distributor, den ein kleines unabhängiges Label haben kann. Craig Spaulding bei SAE war wirklich herausragend in seiner Unterstützung für unser Label. Wir haben den Erfolg mit Lukas Kendall und Film Score Monthly CDs verfolgt und sofort gewusst, dass dies unser Startpunkt sein wird. Weil wir die Aufnahmen natürlich komplett selbst finanzieren, müssen wir uns sehr stark auf die Unterstützung der Filmmusikgemeinde verlassen. Bis jetzt war der Zuspruch für uns sehr sehr befriedigend.

Wollen Sie sich auf direkten Vertrieb über SAE alleine verlassen oder auch verstärkt versuchen, die CDs in normalen Geschäften unterzubringen?

[AB] SAE ist unter Distributor und unsere Hauptquelle für die CD-Verkäufe. Wir heißen natürlich alle anderen normalen und Online-Geschäfte willkommen, die unsere CDs irgendwo auf der Welt verkaufen wollen. SAE wird auch CDs als Zwischenhändler an alle verkaufen, die sie in eigenen Shops anbieten wollen. Natürlich empfehlen wir jedem auf die Websites von SAE zu gehen und dort die CDs zu bestellen. Sie haben eine unvergleichliche Reputation für Qualität und Service.

Wie wichtig war der finanzielle Erfolg der Naxos Releases für den Wechsel? Wie viele CDs müssen wir Filmmusikfans kaufen, um TFC in der Spur zu halten? Konnten die ersten Herrmann-Veröffentlichungen diese Maßgabe erreichen?

[AB] Soundtracks aufzunehmen kann schon ziemlich teuer werden, besonders wenn wir Scores wie Herrmanns “Mysterious Island” auswählen, die eine Instrumentation von acht Hörnern, vier Tuben und vier Harfen zusätzlich zum Standard-Orchester benötigen. “The Charge Of The Light Brigade” war auch solch ein Mammutscore, der zum Teil sechs Trompeten erforderte. Um konstant weiter aufzunehmen sind wir also stark darauf angewiesen, genug CDs zu verkaufen. Bisher sieht bei den ersten Herrmann Aufnahmen so aus, dass wir unsere Erwartungen erfüllen können.

Wie viel gut verkäufliche Scores müssen denn im Repertoire von TFC enthalten sein? Wie frei sind sie denn dann mit Ihrem Repertoire?

[AB] John, Bill und ich haben die komplette Kontrolle darüber, was wir aufnehmen werden. Unser Plan ist es, uns auf Scores zu konzentrieren die auf vielen Wunschlisten stehen, unserer eingeschlossen. In einer perfekten Welt könnten wir natürlich alle unsere persönlichen Favoriten aufnehmen, aber in der Realität müssen wir schon sehr weise auswählen um TFC im Geschäft zu halten.

[WS] Wir haben schon bewiesen, dass wir uns nicht komplett auf Bestseller konzentrieren, indem wir Scores wie “The Kentuckian” und “She” aufgenommen haben. Auch zu Marco-Polo-Zeiten haben wir uns den Ruf erarbeitet, Musik aufzunehmen die nicht unbedingt “main-stream” ist - zum Beispiel unsere Alben mit Friedhofer, Webb und Sainton. Wahrscheinlich sind wir blauäugig, in dieser Zeit Musik für eine sehr kleine und unscheinbare Nische wie die Filmmusik zu produzieren, aber das ist es was wir können und lieben. Wir sind dabei ganz der Gnade der Fans ausgeliefert. Wenn sie nicht kaufen, werden wir ziemlich schnell Probleme bekommen und daher wissen wir, dass die Balance zu finden sehr lange dauern kann. Wir werden sicherlich am Anfang mehr auf Scores setzen, die zugleich großartige Musiken und gute Geschäfte sind.

Vor wenigen Monaten haben Sie Korngolds “The Sea Hawk” mit “Deception” auf Naxos veröffentlicht. Die Aufnahme ist enorm klangvoll und lebendig. Was waren Ihre Erfahrungen bei der Aufnahme dieses Klassikers?

[JM] Eine großartige Erfahrung. Ein absolut superber Score, den wir komplett aufgenommen haben. Das war ein harter Job, aber die Musik hat es die Sache wert gemacht. Das würde ich zu vielen unserer Veröffentlichungen sagen ... “Robin Hood”, “The Treasure Of The Sierra Madre”, “King Kong”, “The Egyptian” und viele mehr.

[WS] Für mich ist Korngold zu dirigieren immer eine Freude und eine Herausforderung. Wir hatten eine wunderbare Zeit bei den Aufnahmen, ebenso wie bei “The Adventures Of Robin Hood”, welche damals für einen Grammy nominiert wurde. Korngold ist einer meiner Lieblingskomponisten, so war es eine große Freude dem kompletten Score zu “The Sea Hawk” zum Leben zu erwecken. Wir haben ja gerade mit “The Prince and The Pauper” einen weiteren Korngold aufgenommen und das war ein wahrer Genuss. Jedes Mal, wenn ich Korngold spiele, werde ich ein besserer Dirigent, wegen all dieser Kniffe und Haken die er in seine Musik hineinschreibt.

Genauso wie bei den neuen Herrmann-Scores ist der Soundmix hier etwas dynamischer und direkter als bei den Marco-Polo-Scheiben. Was ist Ihre Philosophie für den Mix der Musik?

[JM] Ich hoffe immer, dass wir den Sound präsentieren, der die Musik im besten Licht erscheinen lässt. Wir mögen das close-miking für die Klarheit, aber mit all dem Hall der der die akustischen Pausen füllt. Meine Lieblingsaufnahmen sind noch immer die Fritz Reiner Chicago Symphony Aufnahmen, die RCA vor ewigen Zeiten mal gemacht hat und die Solti-London Aufnahmen. Man hört jedes kleine Detail in der Musik, aber es klingt immer noch wie Musik und nicht wie irgendein zusammengeschusterter Overdub-Nonsense.

[WS] Für TFC haben wir uns entschieden, die komplette Kontrolle über den Soundmix zu übernehmen und genau zu bestimmen, wie viel oder wie wenig Hall hinzugefügt wird. Wir bestehen auch auf dichten Mikrophonen auf allen Instrumenten für die Transparenz. Ich bin sicher, dass es kein Zufall ist, dass der Sound der ersten TFC-Aufnahmen etwas anders ist, denn wir haben mit Alexander Volkov einen wunderbaren neuen Tonmeister.

[AB] Wir sind sehr glücklich mit der Arbeit von Alexander Volkov für alle vier bisherigen CDs. Abgesehen davon, dass er ein sehr guter Editor ist, weiß er auch genau wo man die Mikrophone zu platzieren hat und wie man den straffen Mix und die gute Aufnahmequalität bekommt, die wir alle so lieben.

Das Golden Age hat uns den typischen sehr direkten Close-Miking-Klang hinterlassen. Ist das Ihre Referenz für den Mix?

[WS] Ja, durchaus. Aber wir versuchen, die goldene Mitte zu treffen. Wir zielen auf einen großen orchestralen Klang ab, aber wir möchten schon dass der Zuhörer hört, dass er im gleichen Raum wie das Orchester sitzt. Ich persönlich mag es wenn man das Atmen der Musiker hört, das Klicken der Tasten oder das Schlagen der Bögen auf ihre Instrumente. Dichte Mikrophone können dem Zuhörer ein Gefühl der Unmittelbarkeit und Verbundenheit mit den Spielern und der Performance geben.

Naxos hat einige Ihrer Aufnahmen als SACD und DVD-Audio veröffentlicht, mit spektakulärem Klang. Ist das eine Option für TFC?

[JM] Die beiden Formate sind leider wirtschaftlich tot, aber wir nehmen alle unsere Musiken in 5.1 auf. Wenn es wieder ein Format gibt, das sich kommerziell lohnt, dann werden wir bereit sein.

Vielen Dank für das Interview.

Jan Titel / 05.03.08