Kommentare
Cocoon (James Horner)
Polydor / 1985
Bewertung:

Zusammenfassung von www.original-score.de:
Im Jahr 2009 wurden die Fans von James Horner mit der bis dato umfangreichsten Serie von Wiederveröffentlichungen seiner Filmmusiken beglückt. Der Fokus der Releases von FSM und Intrada lag dabei auf Scores der 80er Jahre, die in künstlerischer Hinsicht deutlich fruchtbarer waren als das Gros der in späteren Jahren nachfolgenden Musiken Horners. Bisher noch nicht beglückt von einer erweiterten Fassung ist der Score zu "Cocoon", der ersten Zusammenarbeit Horners mit Ron Howard. Ob auch dies eine reizvolle Veröffentlichung wäre, lesen Sie in unserer Kritik.
Kommentar von: Schnurpsel
Eingetragen am: 22.10.09 um 23:22:51
Sicherlich ist es richtig, wenn in der Rezi herausgefiltert wird, dass Horner sehr viel Herzblut in diesen Score gepackt hat. Wenn jedoch dort ebenfalls geschrieben steht, dass das “Kontrastprogramm” zu den gefühlvollen Cues “im eigentlichen Sinne jedoch lediglich die ´Chase´ ist”, dann stimmt das eben nicht so ganz. Völlig vernachlässigt werden dabei nicht nur die sprichwörtlich erhebenden Momente in “Ascension”, sondern auch der erfrischende, vergnüglich-komödiantische Ansatz in “Discovered in the Poolhouse” oder Horners allererster Ausflug in die Welt der Swingmusik in “The Boys are out”, dem er in Folgescores wie BATTERIES NOT INCLUDED, COCOON II oder ONCE AROUND noch weiter frönen sollte.
Wenn man alles zusammennimmt (d.h. auch “The Chase” einbezieht), wird COCOON zur Hälfte von den emotionalen Momenten bestimmt, richtig… die andere Hälfte nimmt jedoch das “Kontrastprogramm” ein, welches man in einer Rezension nicht ganz unter den Tisch fallen lassen sollte.
Kommentar von: Jan Titel
Eingetragen am: 19.10.09 um 23:08:59
Hallo, danke für die Ergänzung zu dem tatsächlih schönen Track “The Ascension”. Sicher wäre dieser auch weiter erwähnenswert gewesen, man kann in einer Rezension aber nicht jeden einzelnen Titel auseinander nehmen. Da muss man halt das herauspicken, das typisch für die Musik ist. Und das ist in meinen Augen der eher lyrische und gefühlfolle Grundton, mit dem Horner die Geschichte vertont.
Zu dem Vergleich mit “Legends of the Fall”. In meinen Augen (oder Ohren) ist das in dem letzten Titel schon sehr auffällig, deshalb sollte es auf jeden Fall erwähnt werden. Da stimmen nicht nur Ansätze und Arrangement, sondern große Teile der Melodie überein. Andererseits habe ich ja deutlich gemacht, dass dies in keiner Weise der Musik zu “Cocoon” angekreidet werden kann, sondern lediglich in Kenntnis der weiteren Entwicklung Horners Karriere einen Schatten voraus wirft. Ich hoffe, das ist auch so zu verstehen im Text
Jan
Kommentar von: Schnurpsel
Eingetragen am: 19.10.09 um 9:52:42
Schade, dass nach der ausführlichen Beschreibung der zahlreichen ruhigen, lyrischen Momente kein einziges Wort über den fantastischen Titel “The Ascension” verloren wird, der beinahe schon epische Ausmaße annimmt. Einer der besten Cues, die Horner bis dato komponiert hatte.
Äußerst unglücklich finde ich auch, die Nähe einer Themenvariation von COCOON mit LEGEND OF THE FALL zu vergleichen und von einer “faden Vorahnung” zu sprechen. Wer soll denn 1985 diese Vorahnung gehabt haben? Höchstens ein Hellseher oder Zeitreisender.